Zur Erblichkeit der Ischias
Zwillingsstudien über die Erbanlage bei der Neuritis lumbosacralis

P. E. Becker

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Abstract

Dem Krankheitsbild der Neuritis lumbosacralis liegt eine erbliche Disposition zugrunde, die wahrscheinlich für Neuritis spezifisch ist.
Neben der Vollform der Neuritis lumbosacralis kommt auf gleicher erblicher Grundlage eine Abortivform vor, bei der sich nur leichte Anzeichen krankhaften Geschehens nachweisen lassen. Die Abortivform ist also genetisch gleichwertig der Vollform der Neuritis lumbosacralis.
Die Vollform der Neuritis lumbosacralis mit dem Ischiasschmerz entwickelt’ sich unter besonderen Umwelteinflüssen und er braucht dementsprechend unter günstigen Bedingungen nicht zur voll ausgeprägten Form zu kommen. Die Abortivform der Neuritis lumbosacralis ist durch einen Reizzustand peripherer, wohl vor allem vegetativ-vervöser Anteile der lumbosacralen Nerven gekennzeichnet.
Bei der Ausgestaltung des Krankheitsbildes im einzelnen spielen Umwelteinflüsse eine bedeutende Rolle. Aber auch in dieser Hinsicht ist die Erbanlage nicht ohne Bedeutung.

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