Dem Krankheitsbild der Neuritis lumbosacralis liegt eine erbliche Disposition zugrunde, die wahrscheinlich für Neuritis spezifisch
ist.
Neben der Vollform der Neuritis lumbosacralis kommt auf gleicher erblicher Grundlage eine Abortivform vor, bei der sich nur
leichte Anzeichen krankhaften Geschehens nachweisen lassen. Die Abortivform ist also genetisch gleichwertig der Vollform der
Neuritis lumbosacralis.
Die Vollform der Neuritis lumbosacralis mit dem Ischiasschmerz entwickelt’ sich unter besonderen Umwelteinflüssen und er braucht
dementsprechend unter günstigen Bedingungen nicht zur voll ausgeprägten Form zu kommen. Die Abortivform der Neuritis lumbosacralis
ist durch einen Reizzustand peripherer, wohl vor allem vegetativ-vervöser Anteile der lumbosacralen Nerven gekennzeichnet.
Bei der Ausgestaltung des Krankheitsbildes im einzelnen spielen Umwelteinflüsse eine bedeutende Rolle. Aber auch in dieser
Hinsicht ist die Erbanlage nicht ohne Bedeutung.