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Abstract

Traditionell leisten Frauen Beziehungs- und Fürsorgearbeit meist abseits öffentlicher Wahrnehmung und Anerkennung. Weiblichkeit gilt als unverzichtbare Ressource, vor allem wenn Unterstützung quasi nebenbei, freiwillig, zusätzlich und unbezahlt passiert. Die konstatierte weibliche Dominanz alltäglicher Hilfebezüge ist auch Merkmal berufsbezogenen Helfens. Nichtwissenschaftliche Mitarbeiterinnen an Universitäten bilden eine starke Gruppe alltäglicher Helferinnen. Sie haben viele Kontakte zu hilfesuchenden Studierenden, weil ihre Tätigkeit sehr kontakt- und kommunikationsintensiv ist. Die Ergebnisse einer umfangreichen Untersuchung an der Technischen Universität Dresden beschreiben erstmals die bedeutende Rolle nichtwissenschaftlich arbeitender Frauen als alltägliche Helferinnen bei psychosozialen Problemen von Studentinnen und Studenten. Es werden Hilfeinteraktionen zwischen Helferinnen und Studierenden beschrieben, Problemdimensionen, Konditionen, Formen, Ausmaß und subjektive Bewertungen der Hilfeleistungen.
Women traditionally work in public health and welfare, often without public notice and recognition. “To be feminine” is accepted as a most important resource of support especially if it is given in voluntary, additional work and without pay. The dominance of women as “natural helpers” is featured in professional help too. Non-academics (e.g. secretaries) at universities are important and powerful groups of natural helpers. They have lots of contact with people in need (e.g. students), because they work in functions with intense social communications. The results of extensive research at the Technische Universität Dresden demonstrated for the first time which important role non-academic women play as natural helpers for students with mental and/or social problems. The research has examined the interaction between helpers and students, the dimensions of problems and conditions, forms, extent and subjective reflections on help giving.

Zur Autorin: Vera Bamler ist Diplompädagogin und arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Berufliche Fachrichtungen/Fachrichtung Sozialpädagogik an der Fakultät Erziehungswissenschaften der TU Dresden. Ihre Forschungs- und Lehrbereiche sind Beratung, informelle Hilfen, Sexualität und frühkindliche Bildung.

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