Ein Märchen aus Tausend und einer Nacht? Kommentar zu dem Artikel von Frederike Wuermeling „Passt die Türkei zur EU und die EU zu Europa?“

Kai Arzheimer

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Abstract

In ihrem in Heft 2/2007 dieser Zeitschrift erschienenen Artikel argumentiert Frederike Wuermeling, dass die vergleichsweise niedrige Zustimmung der Türken zu den EU-Prinzipien kausal auf das niedrige Bruttosozialprodukt und den hohen Muslimanteil zurückzuführen ist. Tatsächlich weist Wuermelings Analyse jedoch eine Vielzahl von methodischen und theoretischen Defiziten auf. Die Kernaussagen ihres Beitrages sind deshalb durch die Daten nicht gedeckt.
In a recent contribution to this journal, Frederike Wuermeling argues that there is a causal link between the rather low level of support for the EU’s core principles amongst the Turkish public on the one hand and the country’s low GDP and its large muslim population on the other hand. Her analysis, however, suffers from a whole host of serious methodological and theoretical flaws. Therefore, the core claims of her paper are untenable.

Stichworte   Türkei - Europäische Union - Europäische Wertestudie - Religionsfreiheit - Demokratie - Gleichberechtigung - Rechtsstaatlichkeit - Mehrebenenanalyse

Keywords  Turkey - European Union - European Values Survey - Freedom of Religion - Democracy - Equal Rights - Constitutional Legality - Multilevel Analysis


*Ich danke Sarah Kirschmann (Mainz) für die Beschaffung der Makro-Daten und Ersin Oezsahin (Konstanz) für die Übersetzung der türkischen Items aus dem EVS-Fragebogen sowie für zahlreiche wertvolle Hinweise und Anregungen.

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