Grundlagen: Die Wiederherstellung von Stabilität und Vaskularität nach Fraktur ist eine Voraussetzung eines erfolgreichen Behandlungskonzeptes.
Daneben ist nach Auftreten einer Infektion die Infektsanierung und die Vermeidung von Totraum bei chronischer Osteitis von
großer Bedeutung.
Methodik: An der Unfallchirurgischen Abteilung Salzburg wurde im Zeitraum von 1992 bis 1998 bei insgesamt 24 Patienten eine lokale
Muskellappenplastik mit dem M. gastrocnemius durchgeführt Alle Patienten wurden durchschnittlich 3,2 Jahre nach dem erfolgten
Muskeltransfer retrospektiv analysiert.
Ergebnisse: 20 Patienten hatten nach einem Beobachtungszeitraum von über 3 Jahren ein therapiefreies Intervall.
Schlußfolgerungen: Der M. gastrocnemius eignet sich aufgrund seiner anatomischen Struktur und eines operationstechnisch einfachen Zugriffes
sehr gut in seiner Verwendung als gestielter Muskellappen am proximalen Drittel des Unterschenkels.
Backround: The restoration of vascularity and stability as well as the avoidance of dead space of the bone damaged by trauma or osteitis
are the keystones of a successful treatment concept.
Methods: At the Traumatologic Departement in Salzburg 24 patients were treated with a local muscle transfer of the gastrocnemius
muscle between 1992 and 1998.
Results: 20 patients had a therapies free range after an observation period of more than 3 years.
Conclusions: The M.gastrocnemius dedicates very well itself on account of its anatomical structure and simple operating technique in
its use as local muscle flap at the proximal third of the lower leg.
Schlüsselwörter Lokale Muskellappenplastik - Haut-Weichteildefekt - postraumatische Osteitis
Keywords Local muscle flap - soft tissue defect - posttraumatic osteitis