Trigeminoautonome Zephalgien (TACs) werden zu den primären Kopfschmerzen gezählt. Definitionsgemäß gelten primäre Kopfschmerzen
als Krankheitsprozess, der zu keinen Veränderungen führt, die mit bildgebenden Methoden in der klinischen Routinediagnostik
nachgewiesen werden können. Dementsprechend wird selbst bei der Erstdiagnose häufig vom Einsatz apparativer Diagnostik abgeraten.
Es existieren jedoch zahlreiche Fallberichte, welche sekundäre TACs bei strukturellen Läsionen beschreiben. Anhand exemplarischer
Fälle symptomatischer Gesichtsschmerzen möchten wir auf die Pathophysiologie primärer und sekundärer TACs eingehen, um zu
illustrieren, dass bei erstmalig auftretenden TACs selbst bei „klassischen“ Symptomen unbedingt zu einer weitergehenden Diagnostik
inklusive Bildgebung zu raten ist.
Trigeminal autonomic cephalgias (TAC) are classified as primary headache syndromes. The use of instrumental procedures including
neuroimaging in the diagnostic workup of the TACs is controversially discussed in the literature. Several case reports have
been previously published, reporting trigeminal autonomic cephalgias related to structural lesions. We contribute two of our
own cases of symptomatic TACs and demonstrate that a „classic“ clinical presentation does not preclude a symptomatic etiology.
Thus, we advocate a systematic diagnostic evaluation including neuroimaging in every patient presenting with symptoms indicative
of TAC for the first time.
Schlüsselwörter Trigeminoautonome Zephalgien - Primäre Kopfschmerzen - Atypische Kopfschmerzen - Symptomatische Kopfschmerzen - Bildgebung
Keywords Trigeminal autonomic cephalgias - Primary headache - Atypical headache - Symptomatic headache - Imaging