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Abstract

Im Rahmen des Förderschwerpunktes des Bundesministeriums für Gesundheit und soziale Sicherung ldquorDer Patient als Partner im medizinischen Entscheidungsprozessldquo untersuchen derzeit 10 Projekte bei jeweils unterschiedlichen Indikationen den Ansatz der Partizipativen Entscheidungsfindung. Die Gruppen stellten Instrumente zur Messung der Partizipativen Entscheidungsfindung zusammen, die von allen Projekten indikationsübergreifend eingesetzt werden. Da diese Instrumente nicht im deutschen Sprachraum entwickelt und validiert wurden, wurde überprüft, inwiefern sie sich für eine Anwendung im deutschen Gesundheitswesen eignen. Ergebnisse von Patienteninterviews und der indikationsübergreifenden Datenanalyse machten deutlich, dass eine Verbesserung der vorliegenden Messinstrumente zur Erfassung des Prozesses und der Effekte der Partizipativen Entscheidungsfindung notwendig ist. Aus diesem Grund entwickelten die beteiligten Projektgruppen im Rahmen der Arbeitsgruppe ldquorMethodenldquo ein neues Messinstrument. Es wurde ein theoriegeleitetes Vorgehen gewählt, bei dem zunächst das Konstrukt der Partizipativen Entscheidungsfindung definiert wurde. Anschließend wurden die relevanten Prozessschritte, die eine Partizipative Entscheidungsfindung kennzeichnen, erarbeitet. Diese Prozessschritte bildeten die Grundlage für eine Operationalisierung von Fragen auf Einzelitemebene. Der neu entwickelte Fragebogen wird in der zweiten Projektphase des Förderschwerpunktes im Hinblick auf Testgütekriterien untersucht und bezüglich einer indikationsübergreifenden Anwendbarkeit validiert.
The German Ministry for Health and Social Security is funding ten projects to introduce shared decision making into clinical practice. The medical problems the projects are focussing on were chosen from among various diseases (e. g. depression, multiple sclerosis, cancer). The ten projects achieved consensus on a core set of instruments for the measurement of process and outcome of the shared decision making. Instruments developed in German-speaking countries are currently not available. Thus, linguistic and cultural validation had to be performed for the core set instruments. The results of the data analysis as well as patient interviews demonstrate the need for improving these instruments. Therefore, the members of the methodological working group concentrated on the integration of these results in a new instrument. In a first step the construct of ldquoshared decision makingrdquo was defined, followed by a definition of the process elements characterising shared decision making. Thereafter, items were developed on the basis of the process elements. The new instrument will now be validated for different diseases.

Schlüsselwörter   Diagnostik - Partizipative Entscheidungsfindung - Shared Decision Making - Arzt-Patient-Beziehung - Psychometrie

Keywords   Diagnostics - Shared decision making - Doctor-patient relationship - Psychometrics

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