Die Verknüpfung von Gender und Ethnizitäten stellt seit einigen Jahren eine neue Herausforderung für die außerschulische Bildungsarbeit
dar. Den vielfältigen theoretischen Auseinandersetzungen um die Verknüpfung der beiden Kategorien Gender und Ethnizitäten
in der Pädagogik entsprechen bislang kaum Praxisprojekte (vgl. Aschenbrenner-Wellmann 2004). Das Modellprojekt „respect – antirassistische jungen- und mädchenarbeit – gegen ausgrenzung und gewalt“ stellt sich der Herausforderung und integriert beide Kategorien in die kurzzeitpädagogische Arbeit. Ausgehend von den Projekterfahrungen
befasst sich der vorliegende Beitrag mit juvenilen Darstellungsstilen, die von den Kategorien Gender und Ethnizität durchkreuzt
sind. Die Thematisierung geschlechtlicher und ethnischer Äußerungen in den Seminaren knüpft an verschiedene dekonstruktivistische,
geschlechtsreflektierende und antirassistische pädagogische Konzepte an und rekurriert auf Elemente aus der Theater- und Interaktionspädagogik.