Im Jahr 1820 beobachtete der dänische Chemiker und Physiker Hans Christian Örsted (*1777, †1851) während einer Vorlesung die
Ablenkung einer Magnetnadel durch elektrische Ströme. Diese Entdeckung regte den französischen Physiker und Mathematiker Andr’e
Marie Ampère (*1775, †1836) dazu an, eine Theorie des Elektromagnetismus für den statischen Fall zu entwickeln, mit der er
den Magnetismus durch Molekularströme erklärte und die erste mathematisch fundierte elektrodynamische Theorie begründete (1827
erschienen). Ein Jahr darauf, im Jahr 1821 zeigte der britische Physiker und Chemiker Michael Faraday (*1791, †1867), dass
ein beweglicher Magnet um einen festen, stromdurchflossenen Leiter rotiert. 1831 gelang ihm mit dem Nachweis der elektromagnetischen
Induktion seine wohl bedeutendste Entdeckung: Faraday konstruierte den ersten Dynamo. Die Arbeiten zum Nachweis der Gleichartigkeit
der auf verschiedene Weise erzeugten Elektrizität führten ihn zu elektrochemischen Problemen und 1833/34 zur Aufstellung der
nach ihm benannten Gesetze der Elektrolyse. Faraday führte dabei die Begriffe Elektrolyse, Elektrolyt, Elektrode, Kathode,
Anode, Anion und Kation in die Elektrochemie ein. Zur theoretischen Interpretation seiner Ergebnisse bediente sich Faraday
des anschaulichen Konzepts der elektrischen und magnetischen Kraftlinien und wurde damit zum Begründer des Feldkonzepts und
der klassischen Feldtheorie.