Abstract

Der Pay-TV-Veranstalter Premiere weist in seinem Börsenzulassungsprospekt (Premiere, 2005) auf die Bedeutung von Fußballprogrammrechten neben Rechten an wichtigen Spielfilmen hin:
„Ob Premiere mit seinem Programm-Angebot erfolgreich Abonnenten gewinnen und binden kann, hängt von seiner Fähigkeit ab, hochwertige und exklusive Programmrechte (wie etwa die Rechte an der deutschen Fußball-Bundesliga, der UEFA-Champions League sowie an wichtigen Spielfilmen und Themenkanälen) in ausreichendem Umfang zu wirtschaftlich annehmbaren Konditionen zu erwerben“ (Premiere, 2005, S. 22). Entsprechend plant Premiere, mehr exklusive Fußballübertragungsrechte zu erwerben (Kramer et al., 2005; 1,5 Milliarden für die Liga?, 2005), und umgekehrt hat die Deutsche Fußball Liga (DFL) den strategischen Wert der Fußballübertragungsrechte im Pay-TV erkannt: „Premiere ist die Kuh, die wir melken, deshalb müssen wir die pflegen“ (so DFL-Präsident Werner Hackmann in: Kintzinger, 2004).

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