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Abstract

Aus den bisherigen Ergebnissen der Versuche, bei bestehender A. p.-Bereitschaft willkürlich kardiale Schmerzanfälle zu produzieren, geht hervor, daß die Annahme berechtigt erscheint, ein Manko der Capillarisierung des Myokards als eine Voraussetzung für das Zustandekommen des kardialen Schmerzausbruches zu erachten; Einflüsse, die bei Gegebenheit dieser Voraussetzung eine beträchtliche Beschleunigung der Herzschlagfolge herbeiführen, vermögen unter dem Obwalten besonderer Bedingungen, über deren Natur wir nicht Bescheid wissen, die A. p.-Bereitschaft zu einem A. p.-Anfall zu aktivieren; es bestehen Anhaltspunkte dafür, daß hier das — oft durchaus nicht in einer entsprechenden körperlichen Anstrengung begründete — Emporschnellen der Herzschlagfrequenz in einer Abwegigkeit der reflektorischen Kreislaufregulationen wurzelt. Allem Anschein nach ist die Aktualität der A. p. auch an den Bestand einer ausreichenden Energiereserve des Herzmuskels gebunden. Die Ätiologie des Herzschmerzes bei der A. p. muß nach wie vor als unbekannt gelten.
Durch die Bestimmung des jeweiligen ldquorArbeitsschwellenwerts für den Herzschmerzldquo, d. i. derjenigen Arbeitsgröße, die einzelfalls zur experimentellen Auslösung eines kardialen Schmerzanfalles bei A. p.-Kranken erforderlich ist und durch die Anzahl der hierzu nötigen Wiederholungen einer Standardleistung (Aufsetzen aus der Horizontalen und Zurücklegen in die Ruhestellung) angegeben wird, läßt sich ein objektives Urteil über die prophylaktische bzw. therapeutische Wirksamkeit von Maßnahmen gewinnen, die zur Herabsetzung der A. p.-Bereitschaft herangezogen werden. Darin besteht die große praktische Bedeutung des bis zum kardialen Schmerzausbruch fortgeführten Arbeitstests der A. p. Ist der A. Schw. W. f. d. H. bei verschiedenen A. p.-Kranken auch sehr verschieden hoch, so pflegt er unter vollkommen gleichen Versuchsbedingungen doch bei einem und demselben A. p.-Kranken ziemlich konstant zu sein, so daß ein markantes Hinauf- bzw. Herunterrücken des A. Schw. W. f. d. H. bei einem und demselben A. p.-Patienten als ein beachtlicher Hinweis auf eine Verringerung bzw. Verstärkung der A. p.-Anfallsbereitschaft angesehen werden darf. Die perlinguale Verabreichung von Nitroglycerin und ebenso die intravenöse Injektion von Euphyllin erhöhen — wenigstens kurzfristig — den A. Schw. W. f. d. H. in ganz eklatanter Weise, setzen also die Anfallsbereitschaft mächtig herab. Die Höhe des A. Schw. W. f. d. H. gestattet jedoch keinen Rückschluß auf die obwaltende Leistungsfähigkeit des Gesamtkreislaufes.

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