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Die Arbeit berichtet über 15monatige Freilandarbeiten an der Arctiide Panaxia quadripunctaria Poda auf der Insel Rhodos. Im Mittelpunkt stehen Studien über das Zustandekommen des bekannten Massenauftretens im Tal der Falter von Petaloudes.
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Außerhalb von Petaloudes konnten weitere Falterbiotope auf Rhodos gefunden werden, in denen Panaxia quadripunctaria in geringerer Populationsdichte auftritt.
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Durch Massenmarkierung von Faltern in Biotopen auf Rhodos ließ sich zeigen, daß die Schmetterlinge ihre Lebensräume verlassen und nach Petaloudes einwandern. Im Juni und Juli findet der Einflug in Petaloudes statt; der Massenauftritt der Falter kommt allein durch Immigration zustande. Im August ist Panaxia nur in Petaloudes anzutreffen, die anderen Biotope weisen dann kaum noch Falter auf. Ab Ende September erfolgt die Rückwanderung in die ursprünglichen Lebensräume, die oft beobachtet, aber mit Markierungen (noch) nicht bestätigt werden konnte.
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Im September paaren sich die Falter im Tal von Petaloudes. Die Eiablage konnte kurze Zeit später nur in Primärlebensräumen beobachtet werden.
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Alle Schmetterlinge wandern sowohl auf dem Hin-als auch auf dem Rückflug einzeln. Die Migrationen finden nur in den Nächten statt. Olfaktorische Reize könnten eine Rolle bei dem Hinflug nach Petaloudes spielen.
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Die Markierungen ließen erkennen, daß Falter vor dem Hinflug nach Petaloudes auch zwischen den Primärlebensräumen wechseln können.
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In den Rahmen der bisher bekannten Wanderfalter läßt sich Panaxia quadripunctaria nicht einordnen. Ein Verleich mit anderen Wanderinsekten ergibt, daß Panaxia ein Wanderer eigener Prägung ist.
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In den letzten Tagen des Juli erfolgte eine Entvölkerung des unteren Talabschnittes im Sekundärbiotop. Alle Falter wandern in den höher gelegenen Teil des Tales und bilden mit den dort bereits vorhandenen Schmetterlingen eine noch dichtere Population. Der Grund für diese interne Wanderung von Panaxia in Petaloudes ist unbekannt.
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Im Sekundärbiotop Petaloudes halten sich die Männchen hauptsächlich auf Ruheplätzen in Bodennähe auf. Mit zunehmender Entfernung vom Talboden nimmt die Zahl der Weibchen zu. In den höheren Lagen der Bäume findet man in Überzahl Weibchen vor.
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Panaxia bewohnt Lebensräume, die sich sowohl durch ihren Habitus als auch durch ihr Klima unter Einschluß des Lichts deutlich von der Umgebung abheben. Die Biotopränder scheinen am Tage, zur Zeit des großen Unterschieds zwischen Makro- und Standortklima, ökologische Grenzen darzustellen, da sie in dieser Zeit nie von den Schmetterlingen überschritten werden. Erst in der Nacht, wenn sich die Klimata einander angeglichen haben, breiten sich die Falter aus.
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Bei dem Pflanzenangebot in den Biotopen ist die Nahrungsfrage für die polyphagen Raupen kein Problem. Die Imagines konnten selten bei der Nahrungsaufnahme beobachtet werden. In den Lebensräumen ist ein geringes oder überhaupt kein Futterangebot für die Falter vorhanden. Es besteht der Verdacht, daß Panaxia in ihrer Imaginalzeit keine Nahrung benötigt. Er wird gestützt durch Versuche, in denen Imagines etwa 3 Monate ohne Futter gehalten werden konnten.
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Es wurden abiotische und biotische Begrenzungsfaktoren gefunden, deren zahlenmäßige Bedeutung nicht erfaßt werden konnte (Feinde, Regengüsse).
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Die bisher nicht gefundenen Metamorphosestadien von Panaxia konnten in den Primärlebensräumen auf Rhodos beobachtet und in ihrer Entwicklung beschrieben werden: Die Eientwicklung dauert 8–15 Tage. Den größten Abschnitt ihres Lebens verbringt Panaxia als Raupe, ca. 6 Monate. In dieser Zeit macht das Tier von der Jung- zur Altraupe 5 Häutungen durch. Die sich anschließende Puppenzeit dauert etwa 1 Monat.
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Die Imagines zeigen Unterschiede in Größe, Flügelmuster und Grundfarbe der Flügel. Nicht selten finden sich Falter mit zwei verschieden gefärbten Vorderflügeln.
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