In der Glaukomdiagnostik zählt die klassische Weiß-weiß-Perimetrie zum Goldstandard, um den funktionellen Schaden der glaukomatösen
Optikusneuropathie erfassen zu können. Da sie aber erst nach einem Verlust von 30–40% der retinalen Nervenfasern auffällig
wird, ist mit dieser Perimetrieart eine Frühdiagnostik kaum möglich und sinnvoll. Deshalb wurden in den letzten Jahren zahlreiche
neuere perimetrische Verfahren entwickelt, die besonders für den frühen Nachweis von Gesichtsfeldschäden geeignet sein sollen.
In diesem Übersichtsartikel sollen die Grundlagen der retinalen Ganglienzellarten vermittelt werden, um die theoretischen
Ansätze der neuen perimetrischen Methoden besser zu verstehen. Außerdem werden die derzeit wichtigsten, kommerziell verfügbaren
perimetrischen Vertreter vorgestellt.
Achromatic perimetry is the gold standard in glaucoma diagnosis for detecting functional defects from glaucomatous optic neuropathy.
Because achromatic perimetry is only able to detect scotomas after loss of up to 30–40% of retinal ganglion cells, early diagnosis
using this method is rarely possible. Therefore, a lot of new perimetric procedures have been developed in recent years to
detect new scotomas at a very early stage. This review summarizes the theoretical background of retinal ganglion cells in
order to better understand the theoretical approaches of new perimetric methods. In addition, the most important commercial
perimetric devices currently available are presented.
Schlüsselwörter Glaukomdiagnostik - Glaukomatöse Optikusneuropathie - Gesichtsfeldschäden - Weiß-weiß-Perimetrie - Perimetrische Frühdiagnostik
Keywords Glaucoma diagnosis - Glaucomatous optic neuropathy - Visual field damage - Achromatic perimetry - Early perimetric diagnosis