Das Blutbild beim Arbeiten mit Blausäure und Zyklon-B.
Eine gewerbehygienische Studie. I. Mitteilung

C. M. Hasselmann

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Abstract

An rund 100 Leuten, die mit Blausäure und ihren Präparaten kürzere oder längere Zeit bei der fabriktechnischen Herstellung und beim gewerblichen Arbeiten mit ihr beschäftigt sind, wurde ein genauer Blutstatus erhoben. Bei denjenigen, bei welchen nach der Arbeitsart eine häufige, wenn auch geringe Aufnahme von Blausäure anzunehmen ist, wurde folgendes festgestellt: Der Hämoglobingehalt war durchweg hoch, die Zahl der Erythrocyten war etwas erhöht. Morphologisch und färberisch verhielten sie sich normal. Die Zahl der Leukocyten ließ nichts Besonderes erkennen. Das relative Leukocytenbild ergab keine Linksverschiebung, geringgradige aber deutlich ausgeprägte Lymphocytose und Werte der basophilen Leukocyten, die oberhalb des Normalen liegen. Die Monocyten waren häufig vermehrt. Der Blutdruck war im allgemeinen innerhalb der normalen Grenzen.
Diese Befunde erinnern, zusammen mit den subjektiven Befunden leichterer Art, die von den Arbeitern geäußert werden, an das Bild der Polycythaemia rubra.
Man kann demnach schließen, daß die Herstellung der Blausäure und das gewerbliche Arbeiten mit ihr für die damit Beschäftigten, ganz allgemein gesprochen, doch immerhin einen Reiz bedeuten. Der Organismus antwortet aber noch nicht in der Weise, daß ein erheblicher, pathologischer Befund erhoben werden kann.

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