Das idealisierte Selbstbild (ISI) ist eine Technik zum Aufbau von Selbstvertrauen, Selbstachtung und Zukunftsorientierung.
Ziel dieser Methode ist es, eine positive Identifikation des Patienten mit sich selbst zu erreichen. Dies wird einerseits
angestrebt durch Ausformulierung und Vorstellung eines persönlichen zukünftigen Idealbildes und andererseits dadurch, dass
dieses idealisierte Selbstbild schrittweise über das augenblickliche Selbstbild geschoben wird. Es handelt sich bei dieser
Methode also um eine Technik, die verschüttete Möglichkeiten und positive Aspekte der eigenen Person wieder freilegt und über
eine realistische Zielformulierung einen Weg aufzeigen kann, sich selbst wieder Verstärkung zu geben (▸ Kap. 53 und Kap. 76).
Susskind (1970) nimmt explizit Bezug auf das Konzept der „Sich-selbst-erfüllenden Prophezeihung“, das durch die ISI-Methode
bei dem Patienten gegenüber der eigenen Person wirksam werden soll.