Integrative Suchtarbeit realisiert sich nicht nur im Hinblick auf die Person und ihr unmittelbares und gesellschaftliches
Umfeld. Berücksichtigt werden bspw. auch die strukturellen Rahmenbedingungen ihrer Arbeit, wobei insbesondere die Schnittstellen
zu angrenzenden Arbeitsfeldern von besonderem Interesse sind. An diesen Schnittstellen treffen i.d.R. komplexe Muster unterschiedlichster
Normen, Ziele und Arbeitsweisen aufeinander und stellen hohe Anforderungen an einen personenzentrierten Arbeitsansatz, der
unterschiedliche Lebenswelten zu integrieren versucht und institutionellen Abspaltungen entgegentritt. Die Schnittstelle zwischen
Drogenhilfe/Therapie und Ju-stiz/Strafvollzug erweist sich dabei als in besonderem Maße komplex und anspruchsvoll im Hinblick
auf eine personen- und bedarfsgerechte Gestaltung des Übergangs unter Berücksichtigung fachlicher Standards.
Dem Artikel liegt ein Positionspapier der AG Drogenarbeit und Drogenpolitik NRW e.V. (AG Dropo) zum Verhältnis von Drogenhilfe
und Justiz zugrunde. Die AG Dropo ist ein Zusammenschluss von Personen und Institutionen, die in verschie denen Feldern der
Drogenarbeit wie z.B. niedrigschwelliger Arbeit, Beratungsstellen oder (teil-) stationärer Therapie praktisch tätig sind.
Kontakt: agdropo@web.de; www.agdropo.de