Molekulare Mechanismen für spezifische Wechselwirkungen zwischen Zellen entstanden schon früh in der Evolution, beim übergang
von einzelligen zu vielzelligen Eukaryonten. Während der Embryonalentwicklung der Wirbeltiere spielen Zell-Zell-Wechselwirkungen
in der Histogenese und Organogenese eine Rolle, im adulten Organismus stabilisieren sie das ausdifferenzierte Gewebe. Viele
zelluläre Interaktionen in der Ontogenese sind überwiegend dynamisch, dagegen sind die meisten Zell-Zell-Wechselwirkungen
im adulten Gewebe weitgehend statisch. Viele Zellen des Immunsystems gehen besonders dynamische, teilweise kurzlebige, zelluläre
Interaktionen ein (Alberts et al. 1994; Karp 1999; Lodish et al. 2000; Wolpert et al. 1999).