Um das Ausmaß mikro- und makrovaskulärer Komplikationen beim Typ-2-Diabetes zu vermindern, ist neben Prävention, Früherkennung,
Diät und körperlicher Bewegung auch eine effektive medikamentöse Therapie zur Stoffwechselnormalisierung von großer Bedeutung.
Die bisher eingesetzten oralen Antidiabetika umfassen eine Reihe von Substanzklassen mit unterschiedlichen Wirkansätzen: Sulfonylharnstoffe,
Metformin, a-Glukosidasehemmer und Repaglinid.
Seit kurzem steht mit der Substanzklasse der Glitazone (Synonym: Thiazolidindione) eine weitere Therapieoption zur Verfügung,
die sich über ein neuartiges Wirkprinzip definiert und einen pathophysiologisch orientierten Ansatz in der Behandlung des
Typ-2-Diabetes verspricht. Ziel dieser Übersicht ist es, die Bedeutung und das klinische Profil dieser neuen Substanzklasse
näher zu beleuchten und einzuordnen.