Auf Grund von Erfahrungen bei Ausschaltung der äußeren Gefäßwandernährung durch Vasa vasorum an normalen Arterien wird zu den morphologischen Veränderungen von Gefäßtransplantaten Stellung genommen. Dabei wurden eigene und fremde Spätergebnisse berücksichtigt.
Die Ernährung der vom Wirt gebildeten inneren Bedeckung von Homoiotransplantaten und alloplastischen Tuben erfolgt unter bradytrophen Bedingungen vom Lumen her. Die Notwendigkeit dieses Ernährungsmodus wird auf den bestehenden intravasalen Druck zurückgeführt, der wie bei normalen Arterien eine Kapillarisierung der inneren Schicht nicht zuläßt.
Der fehlende oder unzureichende Anschluß der bradytrophen Ernährung der inneren Transplantatschichten an das perivasculäre Capillarnetz wird für die Ausbildung einer chronischen Ernährungsstörung dieser Schicht verantwortlich gemacht, die das Schicksal von Gefäßtransplantaten im Hinblick auf die Spätergebnisse hauptsächlich bestimmt.
Auf das Verhalten von Arterien im Schweilengewebe wird besonders hingewiesen, da die eintretenden Obliterationen an diesen Gefäßen eine bereits ausgebildete Vascularisierung im Bereiche der äußeren und inneren Kapsel schwer beeinträchtigen können.
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