In a former investigation the effect of promethazine (Atosil
®) on the late acoustically evoked potential component N
1 was examined. Now the cochlear and the brain-stem potentials were registered by the earlobe-vertex pick-up with i.m. application of 0.8 mg/kg (body weight) promethazine. There was no influence of promethazine either on the compound action potential (NAP) or on the brain-stem potentials (Pot. II–V), but sedation improves significantly the signal-to-noise ratio, therefore we sedate all patients when registering the five early acoustically evoked potentials.
Bei einer früheren Versuchsreihe wurde die Wirkung von Atosil
®, oral in einer Dosis von 0,8 mg/kg KG gegeben, auf die späte akustisch evozierte Potentialkomponente N
1 untersucht. Es zeigte sich, daß durch die Atosilmedikation eine signifikante Amplitudenminderung und ein Trend zur Latenzverlängerung der späten Potentialkomponente eintrat.
Jetzt untersuchten wir die Kennlinien, das Schwellen- und das Latenzverhalten der fünf frühen Potentiale, bestehend aus dem NAP und den Hirnstammpotentialen Pot. II–V, vor und nach i.m. Applikation von 0,8 mg/kg KG Atosil® bei zehn normalhörenden 20–30jährigen Versuchspersonen beiderlei Geschlechts.
Bei allen fünf frühen Potentialen konnte im Gegensatz zu dem späten Potential keine signifikante Amplitudenminderung, keine Schwellenänderung und keine Latenzverlängerung nach Atosilsedierung beobachtet werden. Es stellte sich jedoch heraus, daß durch die Sedierung das Signal-Störverhältnis deutlich gebessert wird; deshalb sind wir dazu übergegangen, alle Patienten bei der Registrierung der frühen Potentiale (NAP und Hirnstammpotentiale) zu sedieren.
Key words ERA - Late acoustic potential component N1
- Brain-stem-potentials - Sedation
Schlüsselwörter Elektrische Reaktionsaudiometrie - Späte akustische Potentialkomponente N1
- Hirnstammpotentiale - Sedierung
Dedicated to Prof. Dr. F. Zöllner at his 75th birthday