Erste mikromechanische Funktionselemente und Komponenten wurden unter Anwendung der Silizium-Halbleitertechnologie bereits
Anfang der 60er Jahre entwickelt und gefertigt: 1962 wurden Siliziumwafer als Verformungskörper mit integrierten Piezowiderständen
realisiert [Tufte62]. Als kommerziell erfolgreiche Produkte kamen seit Beginn der 70er Jahre Drucksensoren auf den Markt,
bei denen Silizium-Membranen mit integrierten Piezowiderständen als mikromechanische Sensorelemente mit bipolaren integrierten
Schaltungen verknüpft waren. Breite Anwendung finden inzwischen Beschleunigungssensoren (z. B. in Airbag-Systemen), bei denen
die Trägheitskraft einer „seismischen Mikro-Masse“ zur Auslenkung eines mikromechanischen Verformungskörpers führt. Diese
Auslenkung ist eine Funktion der Beschleunigung und wird meist kapazitiv oder piezoresistiv detektiert.