| 1. |
Die filtrierten Preßsäfte der verschiedenen Teile von Tabakpflanzen enthalten ganz verschiedene Mengen von Eiweiß. Die Spreiten enthalten wesentlich mehr Eiweiß als die übrigen Pflanzenteile. Die Spreiten der vitalen Blätter enthalten viel mehr Eiweiß als die Spreiten von Blättern, die ihre Vitalität bereits verloren haben.
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| 2. |
Das aus den Spreiten von vitalen Blätern durch Formaldehyd fällbare Eiweiß gibt nach dem Trocknen beim Berühren mit einem glühenden Platindraht einen üblen Geruch. Das aus den Spreiten nicht vitaler Blätter durch Formaldehyd gefällte Eiweiß gibt geim Berühren mit einem glühenden Platindraht keinen so unangenehmen Geruch.
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| 3. |
Preßsäfte von Blättern, die mehr oder weniger ihre Vitalität verloren haben, geben nach der Fällung mit Formaldehyd beim Afkochen noch eine geringe Nachfällung. Es scheint sich dabei um Körper zu handeln die dem Eiweiß nahestehen, die aber keine übelriechenden Verbrennungsprodukte geben. Sofern nicht diese Körper bestimmt werden sollen, ist daher die Eiweißbestimmung durch Aufkochen der Formaldehydfällung vorzuziehen.
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| 4. |
Beim Trocknen der Blätter geht das im Saft gelöste Eiweiß größtenteils in unlösliche Formen über. Werden vitale Blätter rasch getrocknet (durch Erhitzen oder Aufschlitzen der Mittelrippe), dann ist mehr beim Eritzen stinkendes Eiweiß vorhanden als in Blättern, die langsam austrocknen.
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