Körperliche Belastungen können zu Anstiegen von kardialen Markern führen, sodass differenzialdiagnostische Schwierigkeiten
bei der Abgrenzung zwischen physiologischen belastungsinduzierten und krankhaften Aktivitäts- bzw. Konzentrationsänderungen
auftreten können. Dies betrifft neben den Serumenzymen Kreatinkinase (CK), CK-MB, Laktatdehydrogenase (LDH), Glutamat-Oxalazetat-
und Glutamat-Pyruvat-Transaminase (GOT und GPT) auch die kardialen Markerproteine Troponin I bzw. T und B-Typ Natriuretisches
Peptid (BNP) bzw. NT-proBNP, die zur Diagnostik und Risikostratifizierung bei Patienten mit akutem Koronarsyndrom bzw. Myokardinfarkt
und Herzinsuffizienz eingesetzt werden [3–6, 21, 26, 33, 44–46, 68]. Die belastungsinduzierten Veränderungen betreffen nicht
nur Leistungssportler, sondern können auch bei gesunden Hobbysportlern oder Untrainierten durch langanhaltende, exzentrische
oder ungewohnte köperliche Belastungen verursacht werden.