Bisher ist nicht eindeutig geklärt, ob Tics im Schlaf auftreten und wenn ja, ob sie sich ir Form, Intensität und Häufigkeit
vom Wachzustand unterscheiden. Auch weiß man bisher nicht, in welchem pathophysiologischen Zusammenhang (d. h. an Tics gebunden
oder unabhängig davon) die berichteten Schlafstörungen (30–40%) der Patienten mit Tourette-Syndrom (TS) zu sehen sind. Es
erscheint daher angeraten, die Sachverhalte sowie die daraus abzuleitende klinische Bedeutung des Schlafverhaltens von Kindern
mit TS zu untersuchen.
Anhand eines Literaturüberblicks sowie eigener vorläufiger Studienergebnisse (Ver---------??????gesunder vs. hypermotorischer
Kinder) werden Daten zu Einschätzung und polysomnographischer Beobachtung von Schlafverhalten referiert. Dabei Iassen sich
Hinweise auf eine sowohl quantitativ als auch qualitativ veränderte Schlafarchitektur bei Tic-Kindern finden Die Ergebnisse
weisen bzgl. der Tics auf folgendes hin: Die mit den Tics verbundene man gelnde zentralnervöse Hemmung scheint über ein erhöhtes
nächtliches Arousalniveau zu Schlafstörungen und nächtlichen Tics beizutragen. In der Folge könnte es zu latenter Tages müdigkeit,
verbunden mit erhöhter Streßempfindlichkeit (diese kann wieder mehr Tics nach sich ziehen) im Wachzustand kommen.
So far, it is not fully clear if tics appear during sleep, and if so how they might differ from tics during wakefulness. Also,
it is not fully understood how sleep disorders in patients with Tourette's syndrome (TS) are related to their tics. To get
better informed about the pathophysiological background of TS both issues should be investigated further. This paper give
a literature overview and reports preliminary empirical data of the authors (comparing healthy vs. hypermotor children at
the level of sleep behavior and polysomnographic registrations) concerning the topic. The results show a qualitatively and
quantitatively di-------??????? sleep architecture in tic-children. In conclusion, the decreased motor inhibition in tic-children
might increase arousal during sleep and thus contribute to sleep problems and tics a night. This could be followed by some
drowsiness during day time (associated with increased stress-reagibility and thus higher vulnerability for tics during wakefulness).
Schlüsselwörter Schlafverhalten - Polysomnographie - Tic-Störungen - Kinder
Keywords sleep behavior polysonmography - tic-disorders - children
Unterstützt durch die Tourette-Gesellschaft Deutschland e.V.