Wie jede biologische Bekämpsungsmethode erfordert die tünstliche Verbreitung der roten Waldameise auf natürlicher Grundlage viel Zeit und Mühe. Aber man darf der Waldameise nicht vorenthalten, was man bei der Einführung eines jeden nützlichen Parasiten für selbstverständlich hält. die Berücksichtigung der natürlichen ökologischen Verbreitungsgrenzen und das Vorhandenjein der für die Entwicklung der Generationen nötigen Wirtstiere. Jedes zwangsweise Aussetzen ohne Erfllung dieser Vorausseszungen führt notwendigermeise zum Wiederaussterben, wenn es auch bei Formicar rufa infolge des höheren Alters der Kolonien länger dauert. Die fortwährende Zweigkolonienbildung stellt zwar mit einen Modus der natürlichen Koloniegründung bei Formica rufa dar, bedeutet aber keine eigentliche Vermehrung und führt schließlich sogar zur schnelleren Degeneration. Der Zwect des Ausfeßens der Waldameise muß fein eine Erlangung der Bodenssändigkeit für dieses nützliche Insekt zur Wiederherstellung des natürlichen biozönotischen Gleichgewichtes in unseren Wäldern, durch das von vornherein ein derartiges Anschwellen von Kalamitäten, wie wir es jetzt immer wieder erleben müssen, für immer mit natürlichen Mitteln verhindert wird. Daß die Waldameise bei diesem Kampf einen sehr wichtigen Faktor darstellt, geht aus den wohlbekannten grünen Inseln inmitten der von Kalamitäten vernichteten Wälder hervor.