An Hand einer früheren und einer neuen eigenen Beobachtung über Arachnodaktylie, letztere ein stark im Längenwachstum zurückgebliebenes schwachsinniges 11 jähriges Mädchen betreffend, wird die Pathogenese dieser Konstitutionsanomalie besprochen.
Das charakteristische Stigma der Spinnenfingrigkeit wird zurückgeführt auf das Grundprinzip des bei A. ja stets sehr ausgeprägt vorhandenen Habitus asthenicus:

geringes Dickenwachstum aller Gewebsformen bei unvermindertem Längenwachstum

(
Kretschmer).
Die teilweise Überschneidung zwischen manchen Fällen von Arachnodaktylie und Status dysraphicus (Bremer) wird auf genotypische Korrelationen zurückgeführt, wie sie ja häufiger beiverschiedenen degenerativen Habitusformen wiederkehren.
Mit 12 Abbildungen im Text.