Nach Zusammenstellung der in der Literatur bisher beschriebenen Fälle von Dermatite lichénoide purpurique et pigmentée erfolgt ein ausführlicher Bericht über eigene Krankheitsbeobachtungen und eine zusammenfassende Darstellung der Dermatose unter weitgehender Berücksichtigung der bisherigen Kasuistik. Eine differentialdiagnostische Erörterung schließt sich an, in der vor allem die
Schamberg-Majocchische Purpura und das abklingende Adalinexanthem von
Mulzer und
Habermann berücksichtigt werden. Abschließend wird im Rahmen des Versuchs einer pathogenetischen Deutung hingewiesen auf die Möglichkeit einer Beziehung zwischen konstitutionell bedingten Störungen des peripheren Kreislaufs (Blutdrucklabilität, Akrocyanose) und dem Krankheitsbild der Dermatite lichénoide purpurique et pigmentée.