An 42 Fällen wird dargelegt: 1. Der Diabetesbeginn fällt am häufigsten in das 40.–50. Lebensjahr; später Diabetesbeginn, nach dem 50. Lebensjahr, ist nicht allzu selten. 2. Die Retinitis proliferans tritt für gewöhnlich erst nach dem 50. Lebensjahr in Erscheinung. 3. Lange Diabetesdauer (zur Retinitis proliferans hin) ist Kennzeichen; besagte Diabetesdauer verkürzt sich mit späterem Diabetesbeginn. 4. Die Heredofamiliarität des Diabetes zeigt sich in ungewöhnlichem Maße. 5. Allgemeine arterielle Hypertonie ist fast regelmäßige Begleiterscheinung. 6. Von der allgemeinen Arteriosklerose ist die periphere Form (untere Extremitäten) besonders auffällig. 7. Nephropathie tritt häufig auf, doch nur ein Teil ist nephrotisches Syndrom (intercapilläre Glomerulosklerose,
Kimmelstiel-Wilson). 8. Die Retinitis proliferans stellt sich als eine Weiterentwicklung der Retinitis exsudativa dar. 9. Nichtbehandlung oder völlig unzureichende Behandlung des Diabetes, d. h. absolut schlechte Diabeteskontrolle (Behandlung, Überwachung) zeichnet die Mehrzahl der Fälle aus. 10. Strenge Diabeteskontrolle nach Forderung der
Joslinschen Schule ist unbedingtes Erfordernis.