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Abstract

Nach der vonR. Stöhr entwickelten Methode zum Nachweis von Fructose im Blut wurde eine Technik zur Bestimmung des Inulingehaltes im Blut und Urin angegeben. Es wird das Reduktionsvermögen der nach Hydrolyse aus Inulin freigesetzten Fructose gegenüber Phosphormolybdänsäure bestimmt. Die Intensität der dabei auftretenden Blaufärbung ist von der Erhitzungsdauer abhängig. Es wurde eine Zeitdauer von 30 min gewählt. Das Absorptionsmaximum liegt bei 700 mµ. Die Lichtabsorption für diese Wellenlänge ist mindestens 24 Std konstant und gehorcht in Konzentrationen von 1–40 mg/100 cm3 demLambert-Beerschen Gesetz. Die Extinktionskoeffizienten müssen durch Mitbestimmung einer Eichlösung jedesmal neu ermittelt werden, da sie nicht völlig konstant sind.
Von vorgelegten Inulinlösungen in Konzentrationen von 10–40 mg/100 cm3 wurden im Serum und Urin 94–104%, im Durchschnitt 98,3% wiedergefunden. Glucose reduziert Phosphormolybdänsäure etwa 30mal geringer als Fructose, so daß sich die Serumund Urinleerwerte auch bei hohen Glucosegehalt praktisch nicht ändern.
Die Eiweißfällung erfolgte mit Cd(OH)2 nachFujita undIwatake.
Herrn Prof. Dr.N. Henning zum 60. Geburtstag gewidmet.

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