Für die klinische Diagnostik spinaler Syndrome sind neuroanatomische Kenntnisse Voraussetzung. Das akute Auftreten einer spinalen
Symptomatik macht stets eine notfallmäßige Abklärung erforderlich! Methode der Wahl ist dabei die MRT, alternativ Myelographie
und Myelo-CT. Tumoren, Entzündungen, Bandscheibenvorfälle, Ischämien und Blutungen sind für akute Querschnittsyndrome verantwortlich.
Leitsymptom spinaler Ischämien und der Syringomyelie sind Paresen und dissoziierte Sensibilitätsstörung. Wichtige degenerative
Erkrankungen des Rückenmarkes mit rein motorischer Symptomatik sind die spinalen Muskelatrophien, die spastische Spinalparalyse
und die ALS. Eine Tiefensensibilitätsstörung bei Hinterstrangläsion ist Leitsymptom der funikulären Myelose und der Tabes
dorsalis.