2007, Sektion XIV, 1438-1446, DOI: 10.1007/978-3-540-48554-4_143

Erkrankungen des peripheren Nervensystems

Karlheinz Reiners

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Abstract

Nichttraumatische Erkrankungen der peripheren Nerven (Neuropathien) werden nach dem Schädigungsort und der regionalen Verteilung benannt, in der sie am Körper auftreten. So werden Schädigungen der Rükkenmarkswurzeln als Radikulopathien, der Nervengeflechte als Plexopathien und der distal davon gelegenen Nervenabschnitte als Neuropathien i. e. S. bezeichnet. Bei der körperlichen Untersuchung weisen folgende Merkmale darauf hin, dass eine Schädigung im peripheren Nervensystem lokalisiert ist:
–  Motorik: Lähmung mit Hypotrophie und Hypotonie der betroff enen Muskeln; motorische Reizzeichen wie Muskelkrämpfe und Faszikulieren.
–  Sensibilität: Defizite (subjektiv »Taubheit« = objektiv Hypasthesie, Analgesie, Thermhypästhesie) und Reizsymptome [Kribbelmissempfindungen, Temperaturfehlwahrnehmung (Kälteparästhesien, Brennen)] in Ausdehnung der betroff enen Hautinnervationsbezirke; neuropathische Schmerzen.
–  Autonom:
–  Lokal: Schweißsekretionsstörungen, Vasomotorenlähmungen in den betroffenen Hautbezirken (aber: lokale autonome Störungen fehlen bei Radikulopathien).
–  Systemisch: autonome Regulationsstörungen innerer Organe bzw. Organsysteme (kardiovaskulär, gastrointestinal, urogenital).

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