Nichttraumatische Erkrankungen der peripheren Nerven (Neuropathien) werden nach dem Schädigungsort und der regionalen Verteilung
benannt, in der sie am Körper auftreten. So werden Schädigungen der Rükkenmarkswurzeln als
Radikulopathien, der Nervengeflechte als
Plexopathien und der distal davon gelegenen Nervenabschnitte als
Neuropathien i. e. S. bezeichnet. Bei der körperlichen Untersuchung weisen folgende Merkmale darauf hin, dass eine Schädigung im peripheren
Nervensystem lokalisiert ist:
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Motorik: Lähmung mit Hypotrophie und Hypotonie der betroff enen Muskeln; motorische Reizzeichen wie Muskelkrämpfe und Faszikulieren.
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Sensibilität: Defizite (subjektiv »Taubheit« = objektiv Hypasthesie, Analgesie, Thermhypästhesie) und Reizsymptome [Kribbelmissempfindungen,
Temperaturfehlwahrnehmung (Kälteparästhesien, Brennen)] in Ausdehnung der betroff enen Hautinnervationsbezirke; neuropathische
Schmerzen.
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Autonom:
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Lokal: Schweißsekretionsstörungen, Vasomotorenlähmungen in den betroffenen Hautbezirken (aber: lokale autonome Störungen fehlen
bei Radikulopathien).
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Systemisch: autonome Regulationsstörungen innerer Organe bzw. Organsysteme (kardiovaskulär, gastrointestinal, urogenital).
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