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Abstract

Am Beispiel eines neueren einschlägigen Themenbeitrages werden einige der Gründe dafür herausgestellt, daß die Bemühungen um eine Theorie der Literaturwissenschaft bisher kaum zu überzeugenden Ergebnissen geführt haben. Es handelt sich hierbei insonderheit um die Verwechslung von Methodenlehre und praktizierter Methode, die Nichtunterscheidung normativer und deskriptiver Aspekte sowie die unzulässige Ineinssetzung von philologischer Arbeit und großzügig verfahrender Textauslegung. In diesem Zusammenhang wird an die alexandrinischen Anfänge der Literaturwissenschaft erinnert, in denen die Interpretation als abschließende Überhöhung verbindlicher und empirisch ausgewiesener Kleinarbeit begriffen wurde.

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