Gleich Progesteron besitzt auch das
11-Dehydroprogesteron starke antifibromatogene Wirkung, das heisst die Fähigkeit, die Entwicklung des durch Oestradiol beim Meerschweinchen erzeugten Fibroms der Abdominalserosa zu verhindern. Die hierzu benötigten Mengen des
11-Dehydroprogesterons betrugen, wie beim Progesteron, bloss wenige Mikrogramme pro Tag, wenn aus subkutanen Tabletten absorbiert. Die Frage, ob mit der grösseren progestativen Wirkung des
11-Dehydroprogesterons auch eine grössere antifibromatogene Wirkung einhergeht, bleibt einstweilen offen. Auch die durch Oestradiol erzeugte abnorme Vergrösserung des Uterus wird mit Progesteron so auch mit
11-Dehydroprogesteron verringert. Die Absorptionsgeschwindigkeit des
11-Dehydroprogesterons ist um mehr als das Doppelte geringer als diejenige des Progesterons.