2008, Thema A:, 73-92, DOI: 10.1007/978-3-531-91087-1_5

Adaption und Distinktion — Mediate Männerbilder und Genderkonzepte in der Wahrnehmung von Jugendlichen

Florian Krauß and Dagmar Hoffmann

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Abstract

Die Wahrnehmung und Akzeptanz des eigenen Körpers sowie die Entwicklung der eigenen Sexualität werden in der modernen Wissensgesellschaft von sozial erwünschten Vorstellungen und medial präsentierten Bildern von Körperlichkeit beeinflusst. Die Auseinandersetzung mit medial inszenierten Körpern und Sexualität — so die hier vertretene These — hat Auswirkungen auf die „Autozeption“ (Duden 2004, 504), d. h. auf die Selbstwahrnehmung des Körpers und der eigenen Sexualität — insbesondere im Jugendalter. Das Wissen über Körperlichkeiten, welches die Medien bereitstellen, bezieht sich auf Schönheitsideale, Gestaltungsmöglichkeiten und Handlungspraktiken, die wie soziokulturelle Selbstverständlichkeiten vermittelt werden. Es wird hier die Frage nach dem Nutzen und dem Wert des über audiovisuelle, populäre Medien (Film, TV) vermittelten Wissens um männliche Körperlichkeiten und Sexualität insbesondere für Jugendliche gestellt, deren sexuelle Selbstpositionierung noch im Werden ist. Zur Beantwortung der Frage werden qualitative, themenfokussierte Einzelinterviews mit 30 Jugendlichen im Alter von 16 bis 18 Jahren aus Berlin-Brandenburg herangezogen.

Schlüsselwörter  Mediensozialisation - Körperkonzepte - Männlichkeit - Heteronormativität - Gender Studies

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