Volume 307, Number 3, 490-514, DOI: 10.1007/BF02593323

Published in partnership with the

Logo

European Society of Pathology

Über die Widerstandsfähigkeit des Gewebes gegenüber verschiedenen Schädigungen.
Zugleich ein Beitrag zur Frage der Lebensfähigkeit des Mumiengewebes

Hildegard Vollmar

View Related Documents

Abstract

Auf Grund der vonBusse-Grawitz mitgeteilten Befunde, wonach das Gewebe gegenüber einer Reihe von Schädigungen eine unbegrenzte Widerstandsfähigkeit besitzen soll, wurde zunächst mit der Methode der Gewebekultur diese Widerstandsfähigkeit geprüft. Es ergab sich, daß das Gewebe durch Vorbehandlung mit Formol, Sublimat, Alkohol in kürzester Zeit (einige Minuten) soweit geschädigt wird, daß die Explantate dieser Gewebe kein Wachstum mehr zeigen.
Kochen von 1 Min. Dauer zerstört die Wachstumsfähigkeit des Gewebes vollkommen.
Weiterhin wurde die vonBusse-Grawitz angegebene «Reaktions-fähigkeit» des Gewebes nach verschiedenen Schädigungen, die im Auftreten von Chromatinschollen ihren Ausdruck finden soll, in der Plasma-und Blutkultur nachgeprüft, konnte aber nicht bestätigt Werden.
Die Definition des «Lebens» wird allerdings enger gefaßt und nicht auf das Vorhandensein von Chromatinbestandteilen beschränkt, sondern wird abhängig gemacht von den 3 Hauptkriterien der lebendigen Zelle: der Fähigkeit zur Gestaltung, Vermehrung und Funktion, und zwar der Zelle alsEinheit, also nicht nur ihrer Einzelbestandteile.
Mit 25 Abbildungen im Text.

Fulltext Preview

Image of the first page of the fulltext document